Der Screen Editor und die abas ERP GUI kommunizieren miteinander. Dabei spricht der Screen Editor mit der abas ERP GUI über eine "Named-Pipe" (Kanal, den die abas ERP GUI beherrscht) und die abas ERP GUI gibt Kommandos an den Screen Editor über HTTP-Anfragen (interner Webserver im Screen Editor). Dabei schickt die abas ERP GUI Editieranfragen an den Screen Editor, und umgekehrt weist der Screen Editor die abas ERP GUI an, eine Vorschau eine Maske zu zeigen.

In den folgenden Abschnitten werden die Konfigurationseinstellungen im Screen Editor und in der abas ERP GUI erklärt.
Die abas ERP GUI kommuniziert mit dem Screen Editor über HTTP-Anfragen. Dazu läuft im Screen Editor ein HTTP-Server, der auf Kommandos reagiert.
Damit Sie aus der abas ERP GUI eine Maske zum Editieren im Screen Editor öffnen können, müssen Sie den Screen Editor starten.
Folgende Anfragen können an den Screen Editor gestellt werden (man kann das leicht in einen Browser eingeben):
Für Datenbankmasken:
http://<server>:<port>/open?screenNumber=<screenNumber>&priority=<priority>&type=<type>&clientdir=<clientdir>&clientid=<clientid>
Für Infosystemmasken:
http://<server>:<port>/open?searchWord=<searchWord>&area=<area>&type=<type>&clientdir=<clientdir>&clientid=<clientid>
Tabelle 1.2. Bedeutung der Platzhalter
| Platzhalter | Bedeutung |
|---|---|
| server | Hier muss localhost stehen. Das heißt, der Screen Editor und die abas ERP GUI müssen auf demselben Rechner gestartet worden sein. |
| port | Die Basisportnummer addiert mit der Sitzungs- bzw. Displaynummer (Windows: Sitzungsnummer, Linux/Mac: Displaynummer). |
| screenNumber | Die Maskennummer bei Datenbankmasken. |
| priority | Die Maskenpriorität bei Datenbankmasken in Großbuchstaben. |
| type | Die Werte „standard“ oder „custom“ . |
| searchWord | Das Suchwort des Infosystems, dessen Maske geöffnet werden soll. |
| area | Der Arbeitsbereich des Infosystems, dessen Maske geöffnet werden soll. |
| clientdir | Das Mandantenverzeichnis. |
| clientid | Die Id des Mandanten. Von der abas ERP GUI wird hier der Mandantenname aus mandantdir.env gesetzt. |
Damit sich die abas ERP GUI und der Screen Editor finden muss der Port im Screen Editor mit der Portangabe der abas ERP GUI übereinstimmen. Unterscheidet sich der Port vom Standardport 9000, dann muss in der wineks.ini derselbe Port eingetragen werden, wie im Screen Editor unter „Externe Konfiguration“ .
Weiterhin muss der Mandantenname (aus mandantdir.env) mit dem Mandantenverzeichnis einer EDP-Verbindungseinstellung im Screen Editor übereinstimmen.
Sind beide Bedingungen erfüllt, wird die Maske im Screen Editor geöffnet.
Falls die abas ERP GUI auf einem Windows-Terminalserver in einer Remote-Sitzung oder einem Linux-Server mit einer Displaynummer größer als 0 läuft, dann wird die Portnummer um die Sitzungsnummer bzw. die Displaynummer erhöht. Dadurch verwenden verschiedene Benutzer desselben Servers jeweils eine andere Portnummer und können unabhängig voneinander den Screen Editor benutzen. Anstelle der Portnummer 9000 kann auch eine andere Portnummer konfiguriert werden
Tabelle 1.3. Bedeutung der Parameter in der wineks.ini
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| screenEditorPortBase | Der Basis-Port. Auf diesen Port wird eine Wert addiert, der sich aus der Sitzungs- bzw. Displaynummer des Benutzers errechnet. |
| screenEditorPortToUse | Hier kann eine feste Portnummer verwendet werden, die unabhängig von der Sitzungs- bzw. Displaynummer ist. Dies ist normalerweise nicht nötig. |
| screenEditorURL | Dieser Eintrag ist nicht mehr notwendig und wird ignoriert. Wenn der Eintrag fehlt, dann wird die Portnummer 9000 bzw. die Portnummer, die in einem der anderen Parameter konfiguriert wurde verwendet. Dieser Eintrag ist ab den abas ERP-Versionen 2010r4n03 und 2011r1 entfallen. |
Der Screen Editor gibt der abas ERP GUI Kommandos über eine "Named-Pipe". Den Namen der Pipe bekommt der Screen Editor aus abas ERP aus der Umgebungsvariablen für den DDE-Servername.
Verschiedene Mandantennamen werden automatisch durch Anfügen des Postfixes "_mandantname" unterschieden. Der Screen Editor und die abas ERP GUI verwenden hier denselben Algorithmus.
Werden der Screen Editor und die abas ERP GUI auf einem Linux-Betriebssystem betrieben, dann gibt es in den Benutzervorgaben des Screen Editor die Möglichkeit, das Verzeichnis des Benutzers anzugeben, in dem die "Named-Pipe" gesucht wird.