1. 8 Erste Schritte
Im Folgenden wird beschrieben, wie man mit Hilfe der graphischen
Oberfläche ein einfaches Modell aufbauen
kann. Dies ist nicht als Bedienungsanleitung, sondern vielmehr als
kurze Einführung in die dem Simulationssystem
zugrunde liegenden Philosophie zu verstehen.
Programmstart
Starten des Simulationsprogramms. Es erscheint eine leere
Zeichenfläche auf dem Bildschirm.
Bausteine erzeugen
Im linken Rahmen finden Sie die Objektleiste mit den Symbolen
für die vordefinierten Bausteine. Der Mausklick aktiviert den
unter
dem Mauszeiger liegenden Bausteintyp. Das aktivierte Symbol erscheint
eingesenkt. Sie können nun beliebig
viele Bausteine dieses Typs auf der Zeichenfläche absetzen:
- Mauszeiger auf gewünschte Position innerhalb der
Zeichenfläche bringen.
- Absetzen des Bausteins durch Mausklick.
Sie können jederzeit den Bausteintyp wechseln, indem Sie auf dem
linken Rand den betreffenden Typ aktivieren.
Die Position der Bausteine auf der Zeichenfläche hat keinen
Einfluss auf das spätere Simulationsergebnis,
sondern dient nur einer besseren Orientierung im Modell. Die Bausteine
können auf der Zeichenfläche
verschoben werden:
- In den Editier-Modus wechseln (Pfeil in der Objektleiste).
- Mauszeiger über gewünschten Baustein positionieren.
- Linke Maustaste festhalten und bewegen.

Zeiteinstellungen
Um den Zeitpunkt einzustellen, dem der Simulations-Start entspricht,
öffnen Sie im Menü: Simulation - Zeitbasis. Im
zugehörigen Dialogfenster kann auch ein Zeitpunkt für den
Simulations-Stopp eingetragen werden.
Namen, Eigenschaften, Parameter
Sie können nun einzelnen Bausteinen Namen und Eigenschaften
geben bzw. Parameter einstellen:
- Mauszeiger auf den Baustein positionieren.
- Doppelklick öffnet das zugehörige Dialogfenster.
- Parameter eintragen oder ändern.
- Schließen des Dialogfensters (OK - Daten werden
übernommen, Abbruch - Daten werden verworfen).
Dieser Schritt kann auch später ausgeführt oder wiederholt
werden, beispielsweise um Korrekturen oder Ergänzungen
vorzunehmen.
Technologie
Um ein funktionierendes Simulationsmodell zu erhalten, müssen
die Bausteine noch untereinander verknüpft
werden. Die Verknüpfung der Stationen (Maschine, Warteschlange und
Verzweigung) erfolgt im
Technologie-Baustein:
- Mauszeiger auf den Technologie-Baustein positionieren.
- Doppelklick öffnet das zugehörige Dialogfenster.
- Mauszeiger in der Reihenfolge des gewünschten
technologischen Ablaufs auf die betreffende
Station positionieren. Mausklick übernimmt den Baustein in die
Liste der Arbeitsgänge.

Arbeitsgänge, Spezifikatoren, Bedarf, ...
Sie können die Arbeitsgänge innerhalb der Liste des
Technologie-Dialogs bei Bedarf umsortieren:
- Mauszeiger auf den zu verschiebenden Listeneintrag positionieren.
- Linke Maustaste festhalten und verschieben.
Um Parameter von Arbeitsgängen oder Spezifikatoren einzustellen,
gehen Sie wie folgt vor:
- Doppelklick auf den betreffenden Listeneintrag (Arbeitsgang oder
Spezifikator) öffnet das zugehörige Parameterfenster.
- Namen, Eigenschaften, Parameter (z.B. Bearbeitungszeit und
Priorität des Arbeitsganges) eintragen.
- Parameterfenster schließen (OK - Werte übernehmen,
Abbruch - Werte verwerfen).

Arbeitsgänge und Spezifikatoren können jederzeit
eingefügt, geändert oder gelöscht werden. Dazu
öffnen Sie
mit der rechten Maustaste das Kontext-Menü zu dem betreffenden
Listeneintrag im Dialogfenster und wählen die gewünschte
Option aus.
Jobs mit Stationen verknüpfen
Bevor ein Job in eine Station (Maschine oder Warteschlange) abgelegt
werden kann,die mit mehreren Technologien verknüpft ist, muss eine
Technologie ausgewählt werden:
- Fassen Sie den Job-Baustein an und bewegen ihn auf den
gewünschten
Ressourcen-Baustein (linke Maustaste während der
Bewegung halten).
- Linke Maustaste loslassen: Der Job-Baustein verwandelt sich in
ein kleines Job-Symbol innerhalb des
Ressourcen-Bausteins und bleibt dort liegen. Der Ressourcen-Baustein
ändert eventuell seine Signalfarbe,
abhängig vom Belegungszustand.
Sie können auch mehrere Jobs gemeinsam in eine Warteschlange
ablegen.

Fertiges Simulationsmodell
Das fertige Simulationsmodell enthält nun die benötigten
Bausteine, Verknüpfungen und Parameter.

Modell speichern/laden
Speichern Sie unbedingt das fertige Modell ab, bevor Sie mit dem
Simulationslauf beginnen. Nur dann können Sie den
Startzustand durch Neuladen (Menü Datei - Neu laden)
wiederherstellen. Sie finden für die wichtigsten
Operationen (Neu laden, Speichern, Neues Modell) auch entsprechende
Symbole auf der Symbolleiste am oberen Rand der Zeichenfläche. Der
Modell-Name ist frei wählbar.

Starten der Simulation
Starten Sie die Simulation über das Menü Simulation
oder über die zugehörigen Symbole der Symbolleiste auf dem
oberen Rahmen der Zeichenfläche. Sie können wählen
zwischen animierter (Start oder Schritt) und
nichtanimierter Simulation (Blitzsimulation). Der Animationsgrad kann
im Menü Animation - Ereignisse eingestellt werden. Im
Menü Ansicht - Monitor lässt sich darüber hinaus
noch ein Monitor-Fenster an die Oberfläche bringen.
Auswerten der Simulation
Das Menü Analyse bietet eine Fülle von
Möglichkeiten zur Darstellung der Simulationsergebnisse.
Es bleibt dabei dem Anwender überlassen, zwischen graphischen und
tabellarischen Präsentationen zu wählen. Darüber hinaus
ist es möglich, Analyseergebnisse objektbezogen, für
ausgewählte oder alle Objekte abzurufen. Sollte das Angebot noch
nicht ausreichen, so können die Tabellen jederzeit und ohne
zusätzlichen Aufwand in geeignete Programme wie z.B. Excel
übernommen und dort entsprechend weiterverarbeitet werden.
Allgemeine Hinweise
Kontextbezogene Hilfe erhalten Sie über den Hilfe-Button des
zugehörigen Fensters oder indem Sie den
Mauszeiger auf den betreffenden Baustein positionieren und mit der
rechten Maustaste das Hilfe-Menü öffnen.
Modelle können jederzeit und in jedem Zustand unter gleichem
oder anderem Namen gespeichert oder wieder
geladen werden. Eine Erweiterung des Modells durch neue Bausteine oder
Veränderung einzelner Parameter ist
ebenfalls möglich. Allerdings können nur solche Bausteine
(oder Arbeitsgänge, Spezifikatoren) aus dem Modell entfernt
werden, die von keinem anderen Baustein mehr referenziert werden. D.h.,
bestehende Verknüpfungen
sind zuvor zu trennen.
Autogenerieren von Modellen
Für praktische Anwendungen werden Modelle, oder Teile daraus,
aus Datenbanken generiert. Dies
ist vor allem
dann vorzuziehen, wenn die notwendigen Daten dann ohnehin als
Datensätze, etwa eines PPS-Systems, vorliegen. Ein simcron-Modell
kann besonders einfach aus einer Datenbank erzeugt werden, wenn diese
die folgende oder eine ähnliche Struktur aufweisen:
1. Arbeitsplätze
- Arbeitsplatznummer
- Bezeichnung (falls gewünscht)
- Nutzungsgrad (falls relevant und abweichend von 1)
- Kapazität, d.h., wie oft ist der Arbeitsplatz
vorhanden
- Schichtplan
- Maschinenzeit- und/oder Personalzeitrelevanz
- Rüstzeiten
2. Fertigungspläne
- Sachnummer
- Arbeitsgangnummer
- Arbeitsplatznummer (siehe Arbeitspläne)
- Rüstzeit
- Maschinenzeit
- Personalzeit (falls verwendet und relevant)
3. Aufträge
- Auftragsnummer
- Sachnummer
- Auftragsmenge (PPS)
- Starttermin (Materialdisposition, PPS)
- Endtermin (PPS)
- Priorität (PPS, manuell)
4. Start- und Rückmeldungen
- Auftragsnummer
- Sachnummer
- Arbeitsgangnummer
- Startdatum
- Enddatum
- Restmenge im Arbeitsgang
5. Zeit- und Schichtpläne
- Schichtsystem
- Gültigkeitsdauer
simcron MODELLER 3.4
Copyright © 2025 simcron
21.05.2025
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