3. 2. 4 Montagesystem
Modell: montage (DEMO)
Beschreibung:
Das Modell zeigt am Beispiel einer angenommenen Fensterproduktion, wie
man mit dem Problem der Montage
umgeht. Arbeitsschritte und Bearbeitungszeiten wurden willkürlich
angenommen und sind nicht aus einer realen Fertigung abgeleitet worden.
Es gibt je eine Fertigungslinie für Fensterflügel
(oben) und eine für Fensterrahmen (unten). Für beide Linien wurden zwei
Arbeitsstationen
angenommen. Die fertigen Flügel und die fertigen Rahmen werden getrennt
in eigenen Pufferlagern
abgelegt.
Während es nur eine Sorte von Fensterflügeln gibt, werden bei den
Rahmen drei Typen
unterschieden:
- Rahmen für einteilige Fenster (1 Flügel)
- Rahmen für zweiteilige Fenster (2 Flügel)
- Rahmen für vierteilige Fenster (4 Flügel)
Ein fertiger Rahmen geht erst dann auf den Montageplatz, wenn die
notwendige Anzahl von Flügeln
bereitsteht. Die montierten Flügel werden für die Simulation nicht
weiter benötigt und verbleiben im Flügel-Pufferlager. Die Rahmen
verlassen als fertige Fenster den Montageplatz und werden im
Ausgangslager abgelegt.
Anmerkungen:
Entscheidend für die Abbildung der Fensterproduktion und des darin
enthaltenen Montage-Vorgangs ist die Verknüpfung der beiden
Technologie-Objekte "Rahmen" und "Flügel", im Bild dargestellt durch
die gestrichelt gezeichnete Kante. Grundsätzlich beschreiben beide
Technologie-Objekten lineare Abläufe.
Der Arbeitsgang 5 ("Montieren") in der Technologie "Rahmen" benötigt
allerdings zusätzliche Ressourcen in Gestalt des Arbeitsganges 4
("Zwischenlagern") aus der Technologie "Flügel". Die Rahmentypen (1, 2
oder 4 Flügel) werden durch die Spezifikatoren 0, 1 und 2
unterschieden. Das Bedarfs-Objekt
"Flügel", welches an den Arbeitsgang "Montieren" gebunden ist, sorgt
dafür, dass die Montage nur ausgeführt werden kann, wenn eine
ausreichende Anzahl von fertigen Flügeln bereitliegt. Der Parameter
"Menge" im Bedarfs-Objekt ist 1 und wirkt auf alle spezifischen
Arbeitsgänge gleichermaßen. Die unterschiedlichen Entnahmemengen werden
dadurch gesteuert, dass den spezifischen Arbeitsgängen "Montieren-0 bis
-2" die unterschiedliche Quantitäten 1, 2 und 4 zugeordnet werden. Da
sich der Quantitätsparameter aber nicht nur auf den Buchungswert,
sondern auch direkt auf die Bearbeitungszeit auswirkt, beträgt die
Montagezeit für einteilige Fenster 15 Minuten, für zwei Flügel dagegen
30 Minuten und für 4 Flügel 1 Stunde. Diese Proportionalität zwischen
der Anzahl der Fensterflügel und der erforderlichen Montagezeit macht
Sinn, kann aber auch beliebig modifiziert werden, indem für die
einzelnen Spezifikatoren nicht einheitlich 15 Minuten, sondern
unterschiedliche Zeiten angegeben werden. In diesem Fall wäre dann im
Arbeitsgang "Montieren-0" die Montagezeit für ein einteiliges Fenster
anzugeben. Im Arbeitsgang "Montieren-1" die halbe Montagezeit für ein
zweiteiliges Fenster und im Arbeitsgang "Montieren-2" ein Viertel der
Montagezeit für ein vierteiliges Fenster.
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