2. 5 GUI-Befehle
Die nachfolgend beschriebenen Befehle gehen auf Tcl-Prozeduren
zurück, stehen also nur in Verbindung mit der grafischen
Oberfläche zur Verfügung. Es ist daher vor der Verwendung
eines solchen Befehls zu prüfen, ob die grafische Oberfläche
überhaupt zur Verfügung steht.
Der Aufbau der grafischen Oberfläche als Package erlaubt das
Nachladen
über die Package-Mechanismen von Tcl (siehe Tcl Packages). Einfacher erfolgt das
Nachladen
in der Window-Shell (simwish32) über den Befehl gui. Das
GUI-Paket
steuert auch den Wert der Variable sim_gui, die angibt, ob die
Oberfläche
geladen wurde (1) oder nicht (0). Diese Variable sollte
daher
- wie auch jede andere Variable eines Package - nicht verändert
werden.
Ebenso kann durch "package present SimGui" ermittelt werden,
ob
die Oberfläche geladen wurde.
if $sim_gui {
...; # Befehl(e) aus der grafischen
Oberfläche
}
Soll nur die Fehlermeldungen des Tcl-Interpreters unterdrückt
werden, kann das auch durch den catch-Befehl erfolgen:
catch {...; # Befehl(e) aus der graphischen Oberfläche}
Die grafische Oberfläche kann durch die folgenden Befehle von
der Konsole, aus Methoden heraus oder aus beliebigen Skripten heraus
gesteuert werden. Die Auflistung ist keinesfalls vollständig,
wichtige Funktionen
stehen hiermit jedoch öffentlich bereit:
gui
|
|
Lädt die grafische Benutzeroberfläche
zur
Window-Shell hinzu, sofern diese nicht schon geladen ist. Das
entspricht
dem Nachladen des Package SimGui. Die Variable sim_gui wird
bei Erfolg auf den Wert 1 gesetzt.
|
|
| appear objCmd
X Y ?X1 Y1 ...? |
|
Positioniert das Objekt objCmd auf der
Zeichenfläche. Die linke obere Ecke des Objektsymbols hat die
Koordinaten X und Y. Bei Angabe von weiteren
Koordinatenpaaren (nur bei Maschinen
und Warteschlangen) wird das Objekt als Kante dargestellt. |
| |
| hide
objCmd ?X Y? |
|
Entfernt das Objekt objCmd von der
Zeichenfläche. Dem Objekt können durch Angabe von X
und Y neue Koordinaten zugeordnet werden bzw. diese belegt
werden, auch wenn das Objekt noch gar nicht dargestellt wurde. |
| |
| show
objCmd |
|
Das Objekt objCmd wird wieder sichtbar gemacht. |
| |
| redraw
?objCmd? |
|
Das Objekt objCmd wird neu gezeichnet. Fehlt objCmd,
werden alle Objekte neu gezeichnet. |
| |
| monitor
?on/off? |
|
Erzeugt oder entfernt den Monitor. |
| |
| AppearAutomatic |
|
Alle Objekte werden auf der Zeichenfläche sichtbar
gemacht und dabei automatisch angeordnet. |
| |
| MenuSimStart |
|
Startet einen Simulationslauf, wobei die Objekte
entsprechend der Voreinstellung animiert werden. |
| |
| MenuSimStep |
|
Startet einen einzelnen Simulationsschritt, wobei die
Objekte entsprechend der Voreinstellung animiert werden. |
| |
| MenuSimFast |
|
Startet eine Blitzsimulation, während der keine
Animation der Objekte erfolgt. Das Ergebnis des Simulationslaufs wird
dagegen auf
der Zeichenfläche sichtbar. |
| |
| MenuSimStop |
|
Unterbricht einen Simulationslauf. |
| |
| DialogAnalyzeGanttAll object |
|
Erzeugt ein Gantt-Diagramm aller im Parameter object
spezifizierten Objekte:
|
machine -
|
Alle Maschinen |
|
queue -
|
Alle Warteschlangen |
|
station -
|
Alle Stationen (Maschinen und Warteschlangen) |
|
job -
|
Alle Jobs |
|
| |
| DialogObject
objCmd |
|
Öffnet den Dialog des
Objekts objCmd. |
|
| browse
url |
|
Der Inhalt der URL url wird in einem Fenster des
jeweils registrierten HTML-Browsers angezeigt. Der Browser wird
automatisch gestartet, wenn noch kein Fenster geöffnet ist. Unter
UNIX wird, im Unterschied zu Windows, stets mit netscape
gearbeitet. |
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