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GUI-Befehle

2. 3   Nichtobjektorientierte Befehle

2. 3. 1   Befehle

 
init ?value?
Initialisierung. Der Parameter value ist optional. Fehlt der Parameter, werden alle Objekte, einschließlich der temporären Modell-Objekte, gelöscht. Der Zustand des Programms entspricht etwa dem nach dem Neustart. Des weiteren sind für value folgende Optionen möglich:
  • all -
  • Alle Objekte, einschließlich der temporären Modell-Objekte, werden gelöscht. (entspricht init)
  • model -
  • Alle Objekte im aktuellen Modell werden gelöscht.
  • comment -
  • Der Beschreibungstext im aktuellen Modell wird gelöscht. Das aktuelle Modell bleibt erhalten.
     
    count
    Die Anzahl aller im Modell vorhandenen Objekte wird zurückgegeben.
     
    step
    Führt das nächste anliegende Ereignis aus (Simulationsschritt). Das ausgeführte Ereignis evCmd wird zurückgegeben. Befindet sich der Scheduler im Debug-Modus wird nach einem Test kein Ereignis ({}) zurückgegeben.
     
    sim ?-script string? ?-interval double?
    Startet, vom nächsten anliegenden Ereignis ausgehend, einen vollständigen Simulationslauf im Hintergrund (Blitzsimulation). Das letzte ausgeführte Ereignis wird zurückgegeben. Es sollte vom Typ stop sein. Bei Angabe der Option -script (Standard: {}) wird während der Hintergrundsimulation in definierten Zeitabständen das mit string angegebene Script ausgeführt. Diese Vorgehensweise kann verwendet werden, um beispielsweise Informationen über den Simulationsfortschritt zu erhalten (siehe GUI). Mit der Option -interval (Standard: 2.0) kann der Zeitabstand zwischen den Script-Aufrufen eingestellt werden. Zu beachten ist jedoch auch, dass aufgelaufene Meldungen nur im angegebenen Zeitraster abgearbeitet werden. Die Unterbrechbarkeit der Hintergrundsimulation kann bei zu großen Intervallen gefährdet werden.
     
    interrupt
    Unterbricht eine laufende Blitzsimulation
     
    stop ?time?
    Abfrage oder Modifikation des Zeithorizonts (Stopp-Zeit), gemessen in Sekunden nach dem 01.01.1970, 00:00:00 Uhr (GMT). Negative Werte bewirken einen unendlichen Zeithorizont (Inf). Für den Wertebereich gilt: watch <= stop < Inf. Bei Erreichen des Zeithorizonts terminiert die Simulation, unabhängig davon, ob noch weitere Ereignisse anliegen oder nicht. Voreinstellung: Inf
     
    watch ?time?
    Abfrage oder Modifikation der absoluten Simulationszeit, gemessen in Sekunden ab 01.01.1970, 00:00:00 Uhr (GMT). Für den Wertebereich gilt: start <= watch < stop. Voreinstellung: 0
     
    start ?time?
    Abfrage oder Modifikation des Simulationsstarts, gemessen in Sekunden nach dem 01.01.1970, 00:00:00 Uhr (GMT). Für den Wertebereich gilt: 0 <= start <= watch. Voreinstellung: 0
     
    delta
    Abfrage der relativen Simulationszeit, gemessen in Sekunden ab start.
     
    testmode ?value?
    Abfrage oder Modifikation der globalen Variable testmode. Voreinstellung: test
  • debug -
  • Zwischen Ereignisausführung und Test (des Bedingungsteils aller Methoden) wird ein zusätzlicher Haltepunkt gesetzt. Ereignis und Test können somit in zwei getrennten Schritten (siehe step) abgearbeitet werden. Dieser Modus eignet sich besonders zur Fehlersuche.
  • test -
  • Der Test wird zusammen mit dem Ereignis ausgeführt und nicht extra angezeigt.
  • skip -
  • Der Test wird übergangen. Achtung, in diesem Modus sind Methoden unwirksam.
     
     
    siman ?option value?
    Simulationsanalyse
    Ohne option wird ein boolescher Wert ausgegeben, der angibt, ob die Daten gültig sind.
    option:
  • events -
  • Abfrage der Anzahl von bisher simulierten Ereignissen
  • sim -
  • Abfrage von Kenngrößen über den Simulator
  • time -
  • Für die Simulation bisher benötigte Zeit
  • intensity -
  • Bei der Simulation abgearbeitete Anzahl von Ereignissen pro Sekunde
  • mod -
  • Abfrage von Kenngrößen über das Modell
  • time -
  • Durch das Modell bisher abgebildete Zeit (Typ: time)
  • intensity -
  • Anzahl der durch das Modell bisher abgebildeten Ereignisse pro Sekunde (Anzahl der Ereignisse pro Sekunde in der Realität, Typ: double)
  • accel -
  • Abfrage des Beschleunigungsfaktors zwischen realem und simulierten Prozess (Typ: double).
  • progress -
  • Abfrage des Simulationsfortschritts, der auf Basis der ausgeführten und auszuführenden Arbeitsgänge bestimmt wird. Bei dynamischen Modellen (Zugänge und Abgänge von Jobs - create und kill, ...) schwankt dieser Wert und gibt keine genaue Auskunft über den tatsächlichen Fortschritt. Bei statischer Arbeitsganganzahl erhält man einen aussagekräftigen Indikator. (Typ: double (0.0...1.0))

    2. 3. 2   Globale Variable

     
    sim_library
    Pfad zu den simcron MODELLER Skripten
     
    sim_version
    Versionsnummer des simcron MODELLER
     
    sim_patchLevel
    Patch-Level des simcron MODELLER
     
    sim_build

    Ausgabedatum des simcron MODELLER im Format  Jahr-Monat-Tag.

    sim_release
    Ausgabedatum der Lizenz des simcron MODELLER im Format  Jahr-Monat-Tag. Wenn kein Ausgabedatum existiert, enthält die Variable unknown.
     
    sim_expire
    Verfallsdatum des simcron MODELLER im Format  Jahr-Monat-Tag. Wenn kein Verfallsdatum existiert, enthält die Variable never.
     
    sim_extratime

    Simulationshorizont über das Verfallsdatum hinaus in Tagen

    sim_license
    Lizenznummer des simcron MODELLER
     
    sim_user
    Name des Lizenznehmers für den simcron MODELLER.
     
    sim_company

    Name der Firma des Lizenznehmers für den simcron MODELLER

    sim_demo
    1: Demo-Version
    0: Vollversion

    sim_gui

    Angabe über Ladezustand der grafischen Benutzeroberfläche (0 oder 1)

    sim_gui_version

    Versionsnummer der grafischen Benutzeroberfläche

    2. 3. 3   Tcl Packages

    Die Software ist an die Tcl Package Architektur angepasst, so dass dynamisches Nachladen des Simulationspakets unter Tcl (wish oder tclsh) ermöglicht wird. Eine entsprechende Package Index Datei liegt im Verzeichnis .../lib/sim vor. Die einfachste Form ist daher die Anforderung des Pakets mit seinem Namen Sim (Groß- und Kleinschreibung beachten!):

    package require Sim ?3.3?

    Direktes Nachladen durch load ist ebenso möglich:

    load [file join [file dir [info nameofexecutable]] sim32.dll]

    Durch Starten der Window-Shell bzw. der DOS-Shell des simcron MODELLER wird das Paket automatisch initialisiert.

    Die grafische Oberfläche des simcron MODELLER ist ebenso an die Package Architektur (Package-Name: SimGui) angelehnt und kann über die angegebenen Mechanismen nachgeladen werden:

    package require SimGui ?3.3?

    Weitere Angaben dazu sind bei den GUI-Befehlen zu finden.




     

    simcron MODELLER 3.4
    Copyright © 2025 simcron
    21.05.2025