3   Beispiele

Die folgenden Beispiele sollen zeigen, welche Möglichkeiten der simcron MODELLER bietet und wie reale Systeme damit abgebildet werden können. Da die unterschiedlichen Fertigungssysteme immer auch ein gewisses Spezialwissen über die technologischen Abläufe sowie Vertrautheit mit dem entsprechenden Fachvokabular voraussetzen, wurde in einigen Fällen auch auf allgemeine diskrete Systeme, wie Tankstellen oder Supermärkte zurückgegriffen. Solche Systeme sind allgemein bekannt, so dass auf eine langwierige Erklärung ihrer Funktion verzichtet werden kann. Die Analogien zu Fertigungsabläufen sind jedoch in allen Fällen sichtbar.

Die meisten Modelle sind sehr klein, wobei nur einige wenige Merkmale dargestellt werden. Dies ist Absicht, um den Nutzer behutsam an das System heranzuführen und nicht gleich durch eine Fülle von Details unnötig zu verwirren. Selbstverständlich lassen sich mit dem simcron MODELLER auch größere Modelle erzeugen und analysieren.

Die Modelle sind Bestandteil der simcron-Software und befinden sich im Verzeichnis SIMCRON_HOME\dat. Um ein Modell mit der Bezeichnung MODELL_NAME simulieren zu können, benötigt man die Dateien MODELL_NAME.mc und MODELL_NAME.mp. Für das Layout auf der graphischen Oberfläche wird darüber hinaus die Datei MODELL_NAME.ma benötigt. Fehlt diese, werden die Bausteine beim Laden automatisch auf der Zeichenfläche angeordnet. Der Simulationslauf kann in der Datei MODELL_NAME.log festgehalten (Menü Optionen - Logliste - Logliste speichern) und später wieder abgerufen werden (Menü Optionen - Logliste - Steuerung durch Logliste). Beim Laden und Speichern von Modellen aus der graphischen Oberfläche heraus sind diese Details nicht weiter von Bedeutung, da alle zum Modell gehörenden Dateien automatisch geladen oder gespeichert werden.

Um die Funktionsweise der Modelle besser beobachten zu können, empfiehlt es sich, den Transfer von Jobs animieren zu lassen (Menü Animation - Ereignisse: Transfer einschalten). Um die Uhrzeit und die Ereignisse verfolgen zu können, sollte zusätzlich der Monitor (Menü Ansicht: Monitor einschalten) sichtbar gemacht werden. Bei der Auswertung über das Menü Analyse ist zu beachten, dass die Log-Liste in der Demo-Version auf maximal 200 Einträge begrenzt ist. Darüber hinausgehende Ereignisse werden nicht mehr angezeigt. Um zu verhindern, dass infinite Modelle endlos simulieren, wurde in fast allen Fällen ein Zeitlimit für die Simulation gesetzt (Simulation - Zeitbasis - Stopp), der bei Bedarf aber auch verändert oder ausgeschaltet werden kann.

Sollten Sie nur über eine Demo-Version verfügen (Menü Hilfe - über simcron Modeller), beachten Sie bitte außerdem, dass für die folgenden Objekttypen nur eine begrenzte Anzahl von Objekten angelegt werden kann:
  • Maschinen -
10
  • Warteschlangen -
10
  • Jobs -
20
  • Ereignisse -
200

Die Größe der Modelle wurde, von wenigen Ausnahmen abgesehen, so gewählt, dass sie auch mit einer Demo-Version geladen und gestartet werden können. Solche Modelle sind mit dem Vermerk "DEMO" gekennzeichnet. Insbesondere bei Modellen, die selbständig Jobs generieren, kann es vorkommen, dass die Zahl der Jobs erst während der Simulation größer als 20 wird. Der Simulationslauf wird in diesem Fall gestoppt. Modelle, die sich zwar laden, aber möglicherweise mit einer Demo-Version nicht uneingeschränkt simulieren lassen, werden mit dem Vermerk "bedingt DEMO-fähig" gekennzeichnet. Alle übrigen Modelle erhalten den Vermerk "nicht DEMO-fähig". Für diese und größere Modelle benötigen Sie eine Vollversion, bei der die Objektanzahl nicht begrenzt ist.