3. 1. 3 Verzweigungen
Modell: branch (DEMO)
Beschreibung:
Dieses Modell könnte für ein kleines Fertigungssystem mit integrierter
Qualitätskontrolle stehen. Der zentrale Arbeitsgang wird von einer
Maschinengruppe, bestehend aus den gleichberechtigten Maschinen "M 1", "M 2"
und "M 3" ausgeführt.
Der Verteiler legt die Teile jeweils auf eine freie Maschine aus der Gruppe.
Die zugehörige Verzweigung "Vert." ist daher vom Typ lastorientiert.
Ihre 3 Zweige sind mit den Technologien "T 1", "T 2" und
"T 3" verknüpft, die auch die zughörigen Bearbeitungszeiten enthalten.
Alle 3 Technologie-Zweige werden anschließend durch die Verzweigung "Verb."
wieder zusammengeführt. Diese Verzweigung besitzt nur einen einzigen Zweig.
Hier wird deutlich, dass sich hinter dem Begriff "Verzweigung" eigentlich ein
Operator verbirgt, der Jobs mit neuen Technologien (und Arbeitsgängen)
verknüpfen kann.
Der anschließende Prüfplatz könnte ein so genannter Handarbeitsplatz sein,
der mit 2 Personen besetzt ist - daher der Kapazitätswert = 2 für die
Maschine "Prüfen".
Die für manuelle Arbeit typischen Schwankungen der Bearbeitungszeit werden
durch den Stochastik-Baustein "Prüfen" nachgebildet.
Die Prüfzeit schwankt gleichverteilt um + bzw. -20% um den in der Technologie
"Prüfen" eingestellten Mittelwert.
Die Teile werden in gute und schlechte
sortiert und anschließend in die entsprechenden Lager "Gut" (Gutteile) und
"Aus" (Ausschuss) abgelegt. Eine Fehlerquote von 10% wird dadurch modelliert, dass
die Verzweigung "Sort." vom Typ zufällig ist. Der
Wahrscheinlichkeitswert kann dann für jeden Zweig - mit Ausnahme des ersten -
eingestellt werden.
Um den Simulationslauf auf einen 24-Stunden-Tag zu begrenzen, wurde ein
entsprechender Zeithorizont eingestellt. Die Warteschlange "Teile"
erzeugt einen kontinuierlichen Poissonschen Teile-Strom.
Der Erwartungswert der Exponentialverteilung wird im
Stochastik-Baustein "Teile" eingestellt (Zahlenwert = Sekunden), welcher mit der Quelle verknüpft
ist.
Anmerkungen:
Das Modell kann nur dann mit einer Demo-Version laufen, wenn sich während der Simulation nicht zu viele
Jobs im System ansammeln. Das wird dadurch erreicht, dass die Teile in den beiden Endlagern wieder
vernichtet werden, wenn die dort eingestellt Kapazität 1 überschritten wird. Damit sich auch bei
ungünstiger Parametrierung des Eingangsstromes keine Warteschlange im Eingangslager ausbildet, wurde
dessen Kapazität ebenfalls auf 1 gesetzt.
Die Anzahl der in den beiden Endlagern "Gut" und "Aus" abgelegten
Teile sollte die in der zufälligen Verzweigung "Sort." eingestellten
Wahrscheinlichkeitswerte widerspiegeln. Die statistische Unsicherheit kann
durch Erhöhung des Zeithorizonts auf eine Woche oder einen Monat wesentlich
verringert werden. Die Teile können allerdings in der Demo-Version nur
mit Hilfe eines Skriptes gezählt werden. In der Vollversion könnten die Jobs in den beiden
Ausganglagern auch angesammelt werden, wobei mit wachsender Zahl der Jobs die Simulationsgeschwindigkeit
nachlässt.
simcron MODELLER 3.4
Copyright © 2025 simcron
27.02.2025
|