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1. 2. 17   Objektverknüpfungen


Verknüpfungen stellen Beziehungen von Simulationsbausteinen untereinander her. Sie sind für den Ablauf der Simulation erforderlich.
Verknüpfungen können auf verschiedene Art und Weise erzeugt werden. Auf der Zeichenfläche können Bausteine durch Drag&Drop (Absetzen eines oder mehrerer Bausteine mit gedrückter linker Maustaste auf einem anderen Baustein) direkt miteinander verknüpft werden. In Dialogen stehen an entsprechender Stelle Kontextmenüs (Öffnen mit rechter Maustaste) zur Verfügung, die die Auswahl bestehender Objekte oder das Verknüpfen mit einem neu zu erzeugenden Baustein und ebenso das Lösen der Verknüpfung zulassen. Somit sind immer alle Verknüpfungsoperationen über die Kontextmenüs zugänglich, nur eine Auswahl davon kann auf der Zeichenfläche realisiert werden. An geeigneter Stelle können auch innerhalb der Dialoge Verknüpfungen durch Anklicken der Bausteine auf der Zeichenfläche erzeugt werden.
Bausteine können mehrfach verknüpft werden, beispielsweise kann ein Job in mehreren Stationen platziert werden, eine Stochastik für mehrere Maschinen verwendet werden, eine Station in mehreren Technologien und Verzweigungen eingesetzt werden oder ein Bedarfs-Objekt in mehreren Arbeitsgängen wirken. Dabei ist prinzipiell zwischen den Hauptobjekten (Maschine, Warteschlange, Technologie, Job, Verzweigung,...) und den Unterobjekten (Arbeitsgang der Technologie, Zweig der Verzweigung, Platzierung des Jobs,...), die in aller Regel als Listen der Hauptobjekte existieren, zu unterscheiden. Eine Verknüpfung zu einem Objekt wird dann entsprechend vom Hauptobjekt (Bsp.: Zeitplan einer Maschine) oder einem Unterobjekt (Bsp.: Station eines Arbeitsgangs einer Technologie) verwaltet. Beim Verknüpfen wird eine Referenz auf das verwendete Objekt erstellt. Referenzierte Objekte können nicht gelöscht werden, da sie noch verwendet werden. Zum Löschen wären zunächst alle Verknüpfungen zum Objekt aufzuheben.
Bei Maschinen und Warteschlangen werden Verknüpfungen zu Objekten symbolisch dargestellt. Die ersten Jobs werden als kleine Container angezeigt,  Stochastiken, Zeitpläne und Rüstungen durch kleine Symbole. Zusätzlich erhalten alle Bausteine ein Symbol für Ereignisroutinen, wenn eine solche hinterlegt ist.

Maschine mit Verknüpfungen    Warteschlange mit Verknüpfung       

1. 2. 17. 1   Jobs platzieren

Das Platzieren von Jobs in Stationen stellt eine Verknüpfungsform von Modellbausteinen dar. Die Beziehungen der Objekte untereinander ist an dieser Stelle komplexer. Ein Job kann in mehreren Stationen platziert werden, eine Station wiederum kann viele Jobs aufnehmen (entsprechend ihrer Kapazität). Ein Job kann in einer Station nur unter Verwendung eines bestimmten Arbeitsganges platziert werden. Somit ergibt sich eine Dreierbeziehung von Job, Station und Arbeitsgang einer Technologie. Genauer noch kann sich der Arbeitsgang in Haupt- und Unterarbeitsgänge unterteilen. Das passiert, wenn die Station im Arbeitsgang der Haupttechnologie keine Maschine oder Warteschlange ist, sondern eine Verzweigung (und damit auf weitere Stationen zeigt). Wenn z.B. in einer Technologie eine Parallelverzweigung als Station verwendet wird, dann betritt der Job den Hauptarbeitsgang und entsprechend parallel alle Stationen der angegebenen Verzweigung als Unterarbeitsgang. Durch die Möglichkeit, Technologien und Verzweigungen beliebig ineinander zu schachteln, können sehr viele Unterarbeitsgänge entstehen. Die Hierarchie wird dabei durch den Arbeitsgang-Stack verwaltet.

Verknüpfungen beim Platzieren von Jobs

Zum Platzieren von Jobs in Stationen werden verschiedene Wege angeboten. Direkt auf der Zeichenfläche können ein oder mehrere Jobs durch Drag&Drop auf eine Station (Maschine, Warteschlange, Verzweigung) gesetzt werden. Es werden alle Technologien und die zugehörigen Arbeitsgänge ermittelt, die die gewählte Station enthalten. Sind mehrere Technologien/Arbeitsgänge möglich, wird die Auswahl einer Technologie und des dazugehörigen Arbeitsgangs verlangt.

Auswahl Haupt- oder Nebenarbeitsgang

Der Job kann nun in die Station aufgenommen werden, vorausgesetzt, dass die Station auch aufnahmebereit ist. Dabei kann der Job die Station regulär betreten, unter Berücksichtigung aller Nebenbedingungen, die auch beim Transfer eines Jobs durch den Scheduler berücksichtigt werden (jobCmd enter, inkl. Zu- und Abbuchung). Der Job wird in die Station mit allen vorgegebenen Arbeitsgangparametern aufgenommen und entsprechend der Einlagerungsstrategie eingeordnet. Sind nicht alle Bedingungen erfüllt, wird dies dem Anwender mitgeteilt (jobCmd check). Es besteht daraufhin die Möglichkeit den Job dennoch in der Station zu platzieren (jobCmd place), wenn nicht essentielle Bedingungen verletzt werden.

Analog verläuft das Aufnehmen von Jobs in Stationen über den Dialog der Station. Das Kontextmenü der Jobliste bietet das Aufnehmen eines Jobs an. Folgende Schritte sind zu durchlaufen:
  1. Auswahl eines oder mehrerer Jobs,
  2. Auswahl einer Technologie und des Arbeitsgangs für den Job (die Jobs), der diese Station direkt oder indirekt enthält.

Besteht der Arbeitsgang, in dem der Job platziert wird, aus einer Verzweigung, so ermittelt der Scheduler automatisch entsprechende Platzierungsregeln. Die Grundlage hierfür beruht auf dem Verzweigungstyp und dem Parallelitätsgrad der Verzweigung. Der Arbeitsgang-Stack der entsprechenden Platzierungs-Objekte wird dabei automatisch aufgebaut. Sollten diese Regeln nicht zur gewünschten Platzierung führen, können sie umgangen werden, indem der Job direkt in die gewünschte Warteschlange oder Maschine platziert wird. Anschließend muss dann aber der Arbeitsgang-Stack von Hand aufgebaut werden (erreichbar über das Kontextmenü zum Link im Stationsdialog).

Alle Platzierungs-Objekte einer Station sind in Reihenfolge geordnet. Die Reihenfolge der Jobs innerhalb der Station kann beliebig vertauscht werden (Drag&Drop innerhalb der Jobliste). Dieselben Platzierungs-Objekte sind auch bei den jeweiligen Jobs in Reihenfolge geordnet. Diese Reihenfolge kann nicht geändert werden (Stationsliste des Jobs), da sie den Ablauf bestimmt und vom Scheduler gesteuert wird (zuerst betretene Stationen am Anfang, zuletzt betretene Stationen am Ende der Liste). Das Aufnehmen von Jobs als Muster in Quellen erfolgt analog.


 

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27.02.2025